Die Pfeiler des Glaubens von Ildefonso Falcones – Ein historischer Roman

Historische Romane gibt es mittlerweile zuhauf, und angesichts des unüberschaubaren Angebots fällt es zunehmend schwerer, die wirklich herausragenden Werke zu erwischen. Die Romane des spanischen Schriftstellers Ildefonso Falcones gehören auf jeden Fall zu den Perlen des Genres und damit in jedes gut sortierte Bücherregal. Seine Bücher bieten einen enorm hohen Unterhaltungswert und vermitteln zugleich hoch interessante geschichtliche Fakten auf sehr kurzweilige Art.

Jeder neu erscheinende historische Roman muss sich normalerweise an der Mutter der historischen Romane, Ken Follets Säulen der Erde, messen lassen. Es sei denn, der Autor heißt wie im vorliegenden Fall Ildefonso Falcones. Dieser hat mit seinem Erstlingswerk auf sehr beeindruckende Art bewiesen, dass er sich keineswegs hinter dem Großmeister des Genres verstecken muss. In Die Kathedrale des Meeres legte Falcones bravourös die bewegende Geschichte um den Bau des Gotteshauses Santa María del Mar in Barcelona im 14. Jahrhundert dar und wurde dafür von der Kritik mit Lobeshymnen überschüttet. Millionen von Lesern verschlangen sein Werk und lechzten nach mehr. Die Pfeiler des Glaubens ist Falcones viel versprechender zweiter Streich.

Der Schauplatz ist das Spanien des 16. Jahrhunderts. In Andalusien brodelt ein Konflikt zwischen Christen und Morisken. Letzere sind die Nachfahren der einst so mächtigen Mauren, die über Jahrhunderte hinweg auf der iberischen Halbinsel herrschten. Nach deren Niederlage wurde den verbleidenden Muslimen Religionsfreiheit zugestanden, doch die katholische Kirche duldete keine andere Glaubensrichtung neben sich und begann konsequenterweise mit einer beispiellos brutalen Zwangschristianisierung. Gegen diese Unterdrückung erheben sich die Morisken zu einem letzten verzweifelten Aufstand.

An der Revolte beteiligt sich auch Hernando, der in einem besonderen Dilemma steckt. Seine Mutter wurde einst von einem katholischen Priester vergewaltigt, und Hernando war das Ergebnis dieses Verbrechens. Angesichts der entsetzlich blutigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen kommen dem jungen Mann Zweifel, ob Gewalt die richtige Lösung ist. Er sucht nach Wegen, die verfeindeten Parteien zu versöhnen und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Doch als der Morisken-Aufstand kläglich scheitert, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Hernando versucht alles, um das sich abzeichnende Schicksal der Vertreibung Hunderttausender Muslime aus Spanien abzuwenden. Doch diese Aufgabe erweist sich als zu groß für einen einzelnen Mann.

Ildefonso Falcones hat für Die Pfeiler des Glaubens eine von vielen Spaniern vergessene oder verdrängte Epoche als Hintergrund gewählt. In vortrefflicher Weise versteht es der Autor, historische Zusammenhänge kenntnisreich und interessant zu erzählen. Seine Figuren wirken überzeugend und lebendig. Die wahre Stärke des Romans liegt aber vor allem darin, dass es Falcones ganz vorzüglich gelingt, sein Publikum für ein äußerst wichtiges Thema zu sensibilisieren. Es ist die Suche nach der Möglichkeit einer von Toleranz geprägten friedlichen Koexistenz unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen. – Christoph Reudenbach

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Deutsche Thriller – Wulf Dorn: Kalte Stille

Wer sagt eigentlich, dass nur US-Autoren spannende Thriller schreiben können? Hierzulande gibt es eine Reihe hoffnungsvoller Talente, die immer wieder aufs Neue beweisen, dass der deutsche Thriller schwer im Kommen ist. Einer der viel versprechendsten Newcomer hat seinen zweiten Roman geschrieben, von dem sicher noch länger die Rede sein wird.

Mit seinem Debütroman Trigger landete Wulf Dorn einen überraschenden und viel beachteten Erfolg als Newcomer. Dass sein Erstlingswerk keineswegs nur eine Eintagsfliege gewesen ist, stellt der in Ulm lebende Schriftsteller mit Kalte Stille sehr beeindruckend unter Beweis.

Der Psychiater Jan Forstner kehrt nach einer gescheiterten Ehe und dem Verlust der Arbeitsstelle in seine Heimatstadt Kahlenberg – hier spielte schon Dorns erster Roman – zurück. Vor 23 Jahren hatte der damals Zwölfjährige hier ein traumatisches Erlebnis. In einer Winternacht verschwindet zunächst sein jüngerer Bruder spurlos, kurz darauf stirbt sein Vater bei einem Autounfall. Die Ungewissheit über das Schicksal des Bruders und der schreckliche Verlust des Vaters bestimmen fortan seinen seelischen Zustand und lassen ihn bis heute nicht zur Ruhe kommen.

Jan erhält das Angebot, in der örtlichen Nervenheilanstalt zu arbeiten. Er nimmt den Job an und sieht darin eine Chance, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch bald zeigt sich, dass die Schatten der Vergangenheit ihn erneut umklammern. Jan wird Zeuge des merkwürdigen Selbstmords einer jungen Frau. Ihr Tod weckt in ihm dunkle Erinnerungen an ein ähnliches Ereignis aus seiner Kindheit. Die Spur seiner Nachforschungen führt in die Nervenklinik, und ein furchtbarer Verdacht scheint sich zu bewahrheiten. Der Fall hängt in irgendeiner Weise mit Jans persönlichen Schicksalsschlägen zusammen und weckt die Hoffnung, die Rätsel um sein Trauma endlich lösen zu können. Aber es gibt eine Person in seinem Umfeld, die eine Aufklärung mit allen Mitteln zu verhindern versucht – und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt …

Mit der Wahl einer Nervenheilanstalt als Handlungsort für seinen Roman hat Wulf Dorn die perfekte Saat für einen äußerst gelungenen Psychothriller gelegt. Schritt für Schritt führt er die Leser durch ein Labyrinth dunkler Geheimnisse und zeigt uns schonungslos die Abgründe der menschlichen Seele. Erfreulicherweise wird der Spannungsbogen bis zum Ende hoch gehalten und die Perfidie des skrupellosen Täters erst auf den letzten Seiten aufgedeckt. Ein stets packender Schreibstil sorgt für ein fesselndes Lesevergnügen und Gänsehaut-Garantie. Dorn gehört zweifellos zu den neuen Stars unter Deutschlands Thriller-Autoren. Hoffentlich erfahren wir schon bald weitere Neuigkeiten aus Kahlenberg. – Christoph Reudenbach

Mehr zu Kalte Stille

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Clive Cussler: Eiskalte Brandung – Buchtipp

Clive Cussler, der Altmeister unter den Thriller-Autoren, ist zwar etwas in die Jahre gekommen, doch das Alter hindert ihn keinesfalls daran, weiterhin Bücher zu schreiben. Sein neuestes Werk Eiskalte Brandung zeigt, dass Cussler sein Handwerk wie kein anderer beherrscht, Spannung ist garantiert und das Buch wird nicht nur eingefleischten Cussler-Fans gefallen.

Der Name Clive Cussler steht für genial erzählte Thriller-Lektüre. Die Romane des US-Schriftstellers begeistern seit Jahrzehnten ein Millionenpublikum. Neben seinem etwas angestaubten Serienhelden Dirk Pitt, der 1973 seinen ersten Auftritt hatte, schickt Cussler seit einiger Zeit auch jüngere Protagonisten ins Rennen – und das mit ebenso großem Erfolg. Gemeinsam mit Co-Autor Paul Kemprecos hat Cussler bereits mehrere Abenteuer um die Meeresforscher Kurt Austin und Joe Savala geschrieben, mit Eiskalte Brandung setzen sie die Serie um das Spezialisten-Team der NUMA (National Underwater and Marine Agency) nun mit einer weiteren Episode fort.

Kurt Austin und seine Mitarbeiter werden dieses Mal mit einem Schreckensszenario ungeheuren Ausmaßes konfrontiert. In China breitet sich ein mutierter Grippevirus in rasender Geschwindigkeit aus. Es bleiben nur wenige Tage, um eine drohende Pandemie mit Millionen von Toten zu verhindern. Weltweit existiert allerdings nur ein einziges geheimes Unterwasser-Labor, das in der Lage wäre, den dringend benötigten Impfstoff rechtzeitig zu entwickeln. Trotz der schwierigen Ausgangslage läuft zunächst alles nach Plan, die Situation scheint unter Kontrolle und eine Katastrophe abwendbar. Doch nach einem brutalen Überfall auf die Forschungseinrichtung bricht der Kontakt zu den Wissenschaftlern ab. Hinter dem perfiden Anschlag steckt eine skrupellose chinesische Organisation, die nicht davor zurückschreckt, die Menschheit mit dem Virus zu infizieren, und das Serum als Druckmittel gegen die Regierungen einzusetzen. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit, in dem alle Hoffnung auf den Männern der NUMA beruht. Angeblich existiert ein Gegenmittel, dass schon vor Jahrhunderten Anwendung fand, aber die alten Aufzeichnungen gelten als verschollen …

Eiskalte Brandung ist ein brillant konzipierter Thriller mit brandaktuellem Hintergrund. Nach dem massenhaften Auftreten der Vogel- und Schweinegrippe in der jüngsten Vergangenheit erscheint die Bedrohung durch eine weltweite Pandemie durchaus real. Die Autoren haben das brisante Thema aufgegriffen und in eine extrem spannende Story eingebettet, die nicht nur bei Cussler-Fans Fieberschübe auslösen dürfte. Vor der Lektüre also die Warnung: Es besteht höchste Ansteckungsgefahr! – Christoph Reudenbach

Mehr zu Eiskalte Brandung

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Jonathan Nasaw: Der Sohn des Teufels – Rezension

Eine neue blutige Gewaltorgie aus der Feder des Amerikaners Jonathan Nasaw, der bislang allenfalls in der zweiten Liga der Thriller-Autoren spielte – und das wohl vorläufig auch weiter tun wird. Von den vier erschienenen Romanen um seinen eigenwilligen Serienhelden E.L. Pender hatte lediglich der erste, Die Geduld der Spinne, etwas von einem großen Wurf. In Der Sohn des Teufels schickt Nasaw den abgehalfterten FBI-Agenten nun ein weiteres Mal ins Rennen und vollzieht dabei einen Zeitsprung, bei dem er seine Leser in ersten Teil des Buches zunächst einmal in die Vergangenheit führt.

1985: Der 15-jährige Luke wächst in der Obhut seines Vaters und seiner transsexuellen „Stiefmutter“ auf. Deren kriminelle Machenschaften fliegen eines Tages auf, beide kommen bei einer Schießerei ums Leben. Auch Luke gerät ins Visier der Fahnder. Sie sind überzeugt, dass er auf einem Video zu sehen ist, in dem  eine junge Frau bestialisch ermordet wird. Der unschuldige Teenager wird Opfer der Ermittlungs- und Justizbehörden, denen daran gelegen ist, den Fall möglichst schnell zu den Akten zu legen. Sie treiben Luke in eine ausweglose Situation, an deren Ende die Zwangseinweisung in eine Nervenheilanstalt steht. Durch Medikamente ruhig gestellt, erlebt Luke zunächst ein nicht enden wollendes Martyrium. Doch nachdem  die Drogenschleier sich langsam lichten, wächst in dem jungen Mann schon sehr bald ein unstillbares Verlangen nach Rache. Er setzt alles daran, die Personen zur Strecke zu bringen, die ihn auf diesen Horrortrip geschickt haben. Dazu zählt vor allem der FBI-Beamte, der ihn vor Gericht gebracht hat: E.L. Pender.

Wie seine Vorgänger ist auch dieser Band nichts für zartbesaitete Zeitgenossen.  Eine anfangs klug durchdachte Story versinkt zum Ende hin in einem blutrünstigen, schockierenden und jederzeit detailreich beschriebenen Gewaltrausch. Wer sich mit solchen Exzessen zufrieden geben mag, wird hier also bestens bedient. Doch seien wir mal ganz ehrlich: Letztlich wünscht man dem ausgebrannten und desillusionierten FBI-Ermittler Pender, dass er seinen wiederholt geplanten Ausstieg aus dem Beruf endlich hinbekommt. Vielleicht sollte ihm ein weiterer Fall dieses Kalibers lieber erspart bleiben. – Christoph Reudenbach

Mehr zu Der Sohn des Teufels

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Top Thriller aus Neuseeland – Paul Cleave: Der Tod in mir

Paul Cleave drückt dem Thriller-Genre einen neuen, unverkennbaren Stempel auf. Hat man einen seiner Romane mal in der Hand, legt man ihn nicht mehr so schnell zur Seite. Cleave zeigt uns die dunklen Seiten seiner Heimatstadt Christchurch in Neuseeland – und das sind nicht wenige …

Jeder trägt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit mit sich herum, aber einen verurteilten Serienkiller zum Vater zu haben, das ist ein eher seltenes und ohne Frage sehr belastendes Privileg, auf das Edward Hunter zu gerne verzichtet hätte. Als Kind musste er die Verhaftung seines Erzeugers miterleben, dessen Vorliebe darin bestand, Prostituierte zu ermorden. Edwards Mutter nimmt sich das Leben, seine Schwester geht als drogenabhängige Stricherin zugrunde.

Trotz der grausamen Schicksalsschläge gelingt es ihm, sich ein normales Leben aufzubauen. Ein solider Beruf als Buchhalter, eine glückliche Ehe und eine zauberhafte kleine Tochter – doch diese perfekte Welt wird urplötzlich zu einem Alptraum, als seine Frau bei einem Banküberfall vor seinen Augen erschossen wird. Der furchtbare Verlust setzt in Edward eine unheimliche Verwandlung in Gang. Die unterschwellige Vermutung, dass er ganz ähnliche Neigungen wie sein Vater haben könnte, wird zur schrecklichen Gewissheit. Das „Monster“ in Edward will Rache – und bei der Jagd nach den Tätern kommt ihm die Veranlagung seines Vaters durchaus zugute …

Andere Thriller-Autoren brauchen schon mal länger, bis sie ihre Leser mit der Handlung packen. Bei Paul Cleave ist das erfreulicherweise anders, spätestens auf Seite drei hat er einen so weit, dass das Verlangen zum Weiterlesen unstillbar wird. Der Neuseeländer hat sich mit seinen Werken Der siebte Tod, Die Stunde des Todes und Die Toten schweigen nicht in die allererste Riege der Thriller-Elite geschrieben. Er knüpft nahtlos an diese Erfolge an und gewährt mit Der Tod in mir Einblicke in das Innenleben eines getriebenen Menschen, der scheinbar aussichtslos mit den Dämonen seiner Vergangenheit ringt. Auch Cleaves’ beliebtestes Stilmitel kommt dieses Mal nicht zu kurz: Sein abgrundtief schwarzer Humor zieht sich durch die gesamte Story und scheint bereits aus der Impressum-Seite zu triefen. Er ist die perfekte Würze für ein ungemein spannendes und mitreißendes Leseerlebnis. Mehr Thriller geht einfach nicht! – Christoph Reudenbach

Mehr zu Der Tod in mir

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Christoph Hardebuschs Sturmwelten – Fantasy trifft Freibeuter

Ein junger deutscher Autor hat dem Fantasy-Genre einen neuen Stempel aufgerdrückt. Christoph Hardebuschs Saga um die Sturmwelten hat schnell viele begeisterte Fans gefunden. Kein Wunder, denn sein Schreibstil ist bewundernswert frisch und eingängig. Langeweile kommt zu keiner Zeit auf.

Mit der Veröffentlichung des ersten Teils seiner Sturmwelten-Trilogie gelang Hardebusch 2008 ein großes Kunststück. Hier versuchte ein junger deutscher Schriftsteller zwei literarische Stoffe miteinander zu verknüpfen, die auf den ersten Blick nicht zueinander zu passen schienen: Fantasy gepaart mit Mantel- und-Degen-Dramatik auf hoher See. Kann so etwas überhaupt funktionieren? Wie sich sehr bald zeigte, funktionierte dieses Experiment sogar ganz hervorragend, und der erste Band Sturmwelten fand schnell eine große Fangemeinde, die den neuartigen Stil begeistert aufnahm. Nach Unter schwarzen Segeln beschließt Hardebusch die Sturmwelten-Saga mit einem Finale furioso und setzt mit Jenseits der Drachenküste einen würdigen Schlussstein.

Der Freibeuter Jaquento und die hübsche Kapitänin Roxane verfolgen das schwarze Schiff „Die Todsünde“, in dessen Laderaum ein dunkles Geheimnis verborgen ist: Eine magische Kraft unvorstellbaren Ausmaßes, die, sollte sie in die falschen Hände geraten, eine Bedrohung für alle miteinander ringenden Mächte darstellt und den Untergang der Sturmwelt zur Folge haben könnte. Auf ihrer abenteuerlichen Jagd haben es Jaquento und Roxane mit Meeresungeheuern, Drachen und Magiern zu tun, die ihnen das Leben schwer machen. Während im Hintergrund der kriegerische Konflikt zwischen den beiden Großmächten Thaynric und Géronay weiter schwelt, schmiedet die skrupellos agierende Handelscompagnie ganz eigene Pläne, um ihren Profit noch weiter zu steigern. Das erinnert dann doch sehr an gegenwärtige Missstände, bei denen die Politik vom Wirtschafts- und Hochfinanzsektor korrumpiert und ausgebremst wird.

Doch neben diesen intriganten Machenschaften überwiegen Säbelrasseln und Kanonendonner in diesem spannend, humorvoll und schlüssig erzählten Fantasy-Roman. Und natürlich kommt auch im dritten Teil der Sturmwelten die Liebe nicht zu knapp. Fazit: Man fühlt sich als Leser irgendwo zwischen „Fluch der Karibik“, „Meuterei auf der Bounty“ und „Der rote Korsar“. Am Schluss, wenn der Pulverdampf verzogen ist und alle magischen Duelle beendet sind, steht jedenfalls die Gewissheit, an einem großartigen und einzigartigen Abenteuer teilgenommen zu haben. Also dann: Leinen los und lesen! – Christoph Reudenbach

Mehr zu Sturmwelten – Jenseits der Drachenküste

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Titanen stürzen – Ken Folletts Great War

Nun ist es endlich da, das neue Meisterwerk von Ken Follett. Das Mittelalter ist erst einmal passé, der Großmeister des historischen Romans hat sich dieses Mal eine zeitgeschichtliche Epoche als Hintergrund für seine Handlung ausgesucht.

Drei Jahre hat Ken Follett für die Fertigstellung seines neuen Werkes benötigt, eine sehr lange Wartezeit für seine Fans, aber der britische Bestsellerkönig entschädigt sein Publikum dafür mit einem wahrhaft großen Wurf.

Follett hat für seinen Roman einen historischen Hintergrund gewählt, der brisanter kaum sein könnte. Die Handlung setzt im Vorfeld des Ersten Weltkriegs ein, Europa steht kurz vor dem Ausbruch einer ungeheuren Katastrophe mit unabsehbaren Folgen. In diesem aufziehenden Sturm finden sich die Hauptfiguren wieder, die aus England, Deutschland und Russland kommen. In der Schilderung ihrer persönlichen Schicksale zeigt sich Folletts großartiges Können, mehrere Handlungsstränge so perfekt miteinander zu verknüpfen, dass eine klug durchdachte und jederzeit spannende Story herauskommt. Der Autor nimmt die Leser mit auf einen aufregende Reise in die Zeitgeschichte und lässt sie die Wirren einer zu Ende gehenden Epoche hautnah miterleben.

Neben den sich abzeichnenden gesellschaftlichen Umwälzungen, in deren Folge die Monarchien in Deutschland und Russlands hinweggefegt werden, sind Diplomatie und Spionage, Verrat und Freundschaft und nicht zuletzt die Liebe die großen Themen dieses Buches. Folletts Gabe, geschichtliche Fakten und Daten stimmig und ansprechend in seine Erzählungen einzubetten, hat er schon so viel Male unter Beweis gestellt. In Sturz der Titanen gelingt ihm das erfreulicherweise ein weiteres Mal auf sehr eindrucksvolle Weise.

Ken Follett muss gewiss niemandem mehr beweisen, dass er sein Handwerk als Schriftsteller meisterhaft beherrscht. Vielleicht sind die Unbekümmertheit und Lockerheit des Briten im Umgang mit historischen Stoffen ausschlaggebend dafür, dass ihm nun ein weiterer bedeutender Roman gelungen ist, der seinen sicheren Platz auf den Bestsellerlisten finden wird. Follett setzt sich mit dieser klug inszenierten und äußerst mitreißenden Geschichte ein neues Denkmal und bietet seinem Publikum ein tausendseitiges Werk, das sich das Prädikat „besonders lesenswert“ mehr als verdient hat. – Christoph Reudenbach

Mehr zu Sturz der Titanen

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Top 5 Historische Filme

Ein abendfüllendes Filmerlebnis lässt sich am besten mit einem historischen Streifen gestalten, unter zwei Stunden geht da allerdings gar nichts. Aber welche Historienfilme sind die besten?  Die Auswahl fällt schwer, sind doch gerade in den letzten Jahren viele monumentale Leinwand-Blockbuster veröffentlicht worden, die nicht zuletzt wegen ihrer filmtechnischen Umsetzung großartige Kunstwerke geworden sind. Das sind jedenfalls meine Top 5:

Platz 1 – Braveheart

Braveheart – Kinotrailer auf YouTube

Ganz klar meine Nummer eins! Mel Gibson als schottischer Freiheitskämpfer William Wallace in einem actionreichen und glanzvoll umgesetzten Film. Spektakuläre Schlachtszenen, wundervolle Filmmusik, eine anrührende Liebesgeschichte, und das alles vor einer atemberaubenden landschaftlichen Kulisse. Von mir bekommt der Streifen die volle Punktzahl – die Freiheit nehm ich mir ;-) – Mehr zu Braveheart

Platz 2 – Elizabeth – Das goldene Zeitalter

Elizabeth – The Golden Age – Kinotrailer auf YouTube

Die bezaubernde Cate Blanchett in ihrer wohl stärksten Rolle als Königin Elizabeth von England. In der Fortsetzung zum 1998 enstandenen ersten Teil “Elizabeth” glänzt die schöne Australierin auf höchstem Niveau. Das bildgewaltige Leinwandspektakel hat alles zu bieten: Geniale Schauspieler, umwerfende Kostüme, eine fesselnde Story und dramatische Seeschlachten. Unbedingt im englischen Original schauen, die Aussprache der Darsteller ist umwerfend gut! – Mehr zu Elizabeth – Das goldene Königreich

Platz 3 – Robin Hood

Robin Hood – Kinotrailer auf YouTube

Wie sah Robin Hoods Leben eigentlich aus, bevor er zum Geächteten wurde und in die Wälder floh? Dieser Film gibt darüber Aufschluss, und so manches Bild von ihm wird nachträglich korrigiert werden müssen. Da ist nicht mehr viel von den verherrlichenden Darstellungen der vergangenen Verfilmungen übrig. Russell Crowe mimt den noch nicht vogelfreien und so gar nicht edelmännischen König der Diebe unnachahmlich gut und beschert uns einen Helden der anderen Art. Mehr zu Robin Hood

Platz 4 – Gladiator

Gladiator – Kinotrailer auf YouTube

“Gladiator” ist ein ganz bedeutender Meilenstein für das Genre des historischen Films, und insbesondere der Verfilmungen über das antike Rom. Eine intensive Story über das Schicksal eines römischen Centurios, der im intriganten Spiel der Mächtigen seine Familie, seine Ehre und seinen Status verliert. Doch er nimmt Rache und lässt sich durch nichts stoppen. Einmal mehr ist es Russell Crowe, der als Maximus Decimus Meridius eine seiner besten Rollen spielt. Ein großartiger Sandalenfilm! Mehr zu Gladiator

Platz 5 – Königreich der Himmel

Königreich der Himmel – Kinotrailer auf YouTube

Die Kreuzritter sind los! Ein bildgewaltiges Spektakel über das Ringen um Jerusalem, die wichtigste Stadt im Heiligen Land. Einem Ansturm übermächtiger Feinde steht ein Häuflein Verteidiger gegenüber, die mit dem Mut der Verzweiflung und treuem Glauben versuchen, das Schicksal der Stadt abzuwenden. Ridley Scotts monumentales Werk blieb von der Kritik unterschätzt, überzeugt aber durch eine an die Historie angelehnte Handlung, eine brilliante Umsetzung und eine ganze Schar hervorragender Schauspieler, u.a. Orlando Bloom, Jeremy Irons, Liam Neeson, Edward Norton und eine bezaubernde Eva Green. Mehr zu Königreich der Himmel

Veröffentlicht unter Filme | 2 Kommentare

Nummer Eins

Ok, ok, ok – wird das hier jetzt noch so ein Blog , auf den die ganze Welt gewartet hat? Bestimmt nicht, aber wenn der ein oder andere, der hier landet, etwas Interessantes, Unterhaltsames oder Hilfreiches für sich mitnehmen kann, ist das für den Anfang doch schon mal was. Viel Spaß beim Stöbern!

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare